Beiträge vom Oktober, 2009

Onlinewerbung wächst trotz Krise

Mittwoch, 28. Oktober 2009 11:05

Nichts neues, aber immer wieder schön zu lesen:

Die FOMA (Fachforum der Online-Mediaagenturen) hat in Ihrer neuen “Trendmonitor” Studie zehn Prozent Steigerung im Bereich der Onlinewerbung für das Jahr 2010 vorausgesagt.

Die Kernaussagen der Studie sind:

Die Investitionen in Online-Werbung werden auch in der Krise moderat steigen

Das Internet wird für immer mehr Zielgruppen zum Leitmedium für werbliche Kommunikation

Das Tempo der Entwicklung des Mediums bleibt unverändert hoch und der Innovationsdruck auf die Marktteilnehmer steigt

Online-Video und Bewegtbildwerbung sind der Treiber für die Etablierung als Kanal für Branding-Kampagnen

Das Netz soll also wieder der Retter in der Werbe-Not sein. Die Treiber der Entwicklung sind laut Umfrage der FOMA gleich mehrere Branchen: Konsumgüter, Lebensmittel, Kosmetik, Gesundheits-Marken, die Bekleidungsbranche, Handel und Versand, Unterhaltungselektronik, Finanzen und Dienstleistungen.

Das Wachstum von 25 % im Jahr 2007 und 17 % im Jahr 2008 schwächt sich zwar immer weiter ab, aber es geht wohl zweistellig aufwärts. Außerdem ist die FOMA ebenfalls der Meinung, das Netz entwickele sich weiter zum Werbe-Leitmedium.

Dass sich Videos und Bewegtbildwerbung überproportional entwicklen und am besten für Branding-Kampagnen eignen sollen ist auch nicht neu aber immer wieder schön zu lesen.

Meine Frage dazu – wie immer: Welche Möglichkeiten müssen Online-Auftritte von Anzeigenzeitungen bieten, um ein optimales Umfeld für Onlinewerbung von Werbetreibenden darzustellen. Wie lässt sich Onlinewerbung optimal integrieren. Wo fangen wir an?

Wie und wo auch immer… die 10 % wollen wir auch, und zwar wenigstens und auf allen Portalen.

Karsten Schäfer

Thema: Crossmedia, Onlinewerbeformen, Studien | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

UMLAUF – Beste Schülerzeitung Hessens

Dienstag, 20. Oktober 2009 13:21

Das hessische Kultusministerium und die Jugendpresse Hessen kürten auf der Frankfurter Buchmesse die besten Schülerzeitungen aus Hessen. In der Jury saß unter anderem Peter Lückemeier von der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”

Der beste Online-Auftritt wurde der Schülerzeitung Umlauf vom Goehthe-Gymnasium in Kassel zugesprochen.

Ich werde mir die Seiten auf jeden Fall mal anschauen. Sollte ich nur auch nur eine gute Idee finden, so hat sich der Besuch schon gelohnt.

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Ippen und der Internet-Riese

Dienstag, 13. Oktober 2009 16:01

Auf Tagesspiegel.de hat Dominik Bardow heute einen Artikel über Dirk Ippen, die Ippen-Gruppe und Ippens Meinung zu Google und zu Printmedien sowie deren Online-Formate veröffentlicht.

Dirk Ippen lässt jeden Tag über eine Million Zeitungen drucken – doch er redet nicht gerne mit den Medien. Der Herr über die fünftgrößte Zeitungsgruppe Deutschlands sagt, er wolle nicht den Eindruck vermitteln, er äußere sich zu allem und jedem. Doch der 68-jährige Verleger hat der Medienbranche durchaus einiges zu sagen: „Don’t bet against Google“, warnt Ippen zum Beispiel. „Ich würde nicht gegen Google kämpfen.“ Die deutschen Verlage fordern derzeit von dem US-Unternehmen, an den Werbeeinnahmen des Nachrichtenüberblicks „Google News“ beteiligt zu werden. „Das ist schön, aber ich fürchte, das bleibt Wunschdenken“, sagt Dirk Ippen

Und hier gibt es den kompletten Artikel

Unsere ET-Mediengruppe gehört übrigens auch zu Ippen…

Karsten Schäfer

Thema: Anzeigenzeitung, Digitale Medien, Social Media, Tageszeitung, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Lokaljournalismus gegen Mannheimer Morgenpost

Freitag, 9. Oktober 2009 19:59

Über eine Million Seitenzugriffe vom 07. Mai bis 20. September 2009 auf dem Heddesheimblog trieben mich heute dazu, dem Gründer, Betreiber und Journalisten Hardy Prothmann die für mich wichtige Frage zum Erlösmodell des Blog zu stellen. Heraus kam ein langes Telefonat, nicht nur zu Einnahmen, sondern auch zum Erfolgskonzept des Blog.

Der Journalist, der unter anderem für Focus, Der Spiegel, die FAZ, Financial Times, Süddeutsche Zeitung, Berliner Morgenpost und viele andere recherchiert und geschrieben hat, hat den Heddesheimblog Anfang Mai ins Leben gerufen als bekannt wurde, dass sich ein großes Logistikunternehmen in Heddesheim ansiedeln will. Um nicht auf Informationen von Bürgerinitiativen und der Lokalpresse angewiesen zu sein, hat Prothmann angefangen selber zu recherchieren.

Mittlerweile sind mehr als 700 Artikel mit über 1.400 Kommentaren auf Heddesheimblog veröffentlicht worden. Und nicht nur zum Logistikunternehmen, sondern auch zur allgemeinen Lokalberichterstattung aus dem 11.000 Einwohner umfassenden Ort. Das er mit Lokalberichterstattung auf dem richtigen Weg ist, zeigte ihm nach zwei Tagen „artikelfreier Zeit“ eines Montag Morgens mehrere Anrufe mit der Frage, wann denn neue Nachrichten erscheinen würden.

Es ist ihm wichtig, dass sich die Einwohner mit seinen Inhalten identifizieren können. Das Blog bietet sozusagen eine Dokumentation des Alltags und unter anderem damit will er seine Leser „von der Straße“ abholen und zum Meinungsaustausch anregen. Der Meinungsaustausch wird mittlerweile aber nicht mehr nur durch ihn angeregt, sondern auch durch Gastautoren, die ihre als Gastartikel gekennzeichneten Meinung darstellen können. Und Gastartikel in Blogs fallen unter den großen Überbegriff des „Mittendrin statt nur dabei WEB 2.0“, also mittenrein in den aktuellen Trend.

Auf Evangelisch.de (wie kommen die eigentlich auf Heddesheim?) war übrigens auch ein interessanter Artikel zum Heddesheimblog zu lesen:

Für den Erfolg seines Blogs ist die Pfennig-Diskussion wohl mitverantwortlich, glaubt Blogforscher Jan Schmidt vom Hamburger Hans-Bredow-Institut. Ein „brennendes Thema, wenig journalistische Versorgung im Ort – hier konnte ein Blog eine Lücke füllen“, sagt Schmidt. „Und das Medium passt gut, denn es kostet kaum Geld für den Journalisten, ist leicht zu bedienen und passt wegen der Kommentarfunktion sehr gut zu einem Debattenthema.“ Das ein Blog in die Rolle einer Lokalzeitung schlüpft, ist aber eher ungewöhnlich. „Ich kenne kein anderes Beispiel in Deutschland“, sagt Schmidt.

Ach ja, bleibt die Frage nach dem Erlösmodell des Heddesheimblog. Die Struktur der Einnahmen sind mir nach dem Gespräch bekannt und die Werbeerlöse weit höher, als manche Webseite von Zeitungsverlagen, die ihr Geld mit Print verdienen. Nur Affiliats und Adsense-Werbung, das soll nicht kommen. Dafür aber irgendwann ein neuer Mitarbeiter, ein Mediaberater (nein, liebe Verlagsleitung, nicht ich!), der dann den Vertrieb übernimmt. Allerdings erst, nachdem die Preisfindung für Werbung auf dem Blog geklärt ist.

Im Grunde kämpft er also wie alle im Internet publizierenden Verleger und Autoren mit der Frage nach dem Erlösmodell für Journalismus.

Und wie schon im Artikel Gewinnschwellen von sozialen Netzwerken beschrieben sagte auch Prothmann: „Erst Inhalte, dann Vermarktung.“

Aber eins ist klar: Werbung darf (und muss) Inhalte finanzieren. Werbung darf Inhalte aber nicht beeinflussen.

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

Übrigens sind es mittlerweile mehr als 1.500.000 Seitenzugriffe.

Thema: Digitale Medien, Social Media, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (4) | Autor: Karsten R. Schäfer