Beitrags-Archiv für die Kategory 'Digitale Medien'

Gehlen über Umgang mit Leser-Kommentaren

Freitag, 29. Januar 2010 10:47

Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de (Süddeutsche Zeitung) hat auf seinem rein privaten Blog einen interessanten Artikel über den Umgang mit Leser-Kommentaren auf Verlags-Seiten veröffentlicht. Ins Auge genommen hat er Focus-Online, Spiegel-Online, Welt-Online, und die FAZ.

Sein Erfahrungsbericht ist für mich insofern doppelt spannend, da ich die letzten Wochen und Monate (unter anderem) damit zugebracht habe, die Registrierungs- und Kommentarfunktion von wirklich vielen News-Seiten zu analysieren. Die Einführung einer Registrierung für Kommentatoren und die Kommentarfunktion ansich ist aber nur ein Bruchteil der Änderungen, die auf die Verlags-Seiten unserer EXTRA TIP Mediengruppe zukommen.

Und da ein Storyboard nicht von heute auf morgen erstellt werden kann und wirklich viele Aspekte einfließen, wird die Überarbeitung unserer Seiten auch nicht in Kürze fertiggestellt sein, sondern bedarf noch einiger Überlegungen.

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Social Media, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Social-Media-Prisma

Donnerstag, 21. Januar 2010 15:47

Das Team von Ethority hat ein Prisma mit der Übersicht über die Landschaft der Social Media in Deutschland mit allen relevanten Konversationskanälen entwickelt. Darauf basierend sind die einflussreichsten deutschen und internationalen Anbieter in den einzelnen Kategorien mit ihrem Logo vertreten.

Das Social Media Prisma wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlich und steht als kostenloses Download zur Verfügung. Ethority möchte die einzelnen Konversationskanäle zur Diskussion stellen und das Prisma weiter verfeinern. Anmerkungen und Vorschläge an prisma@ethority.de.

Vielen Dank für die saubere Arbeit!

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Social Media, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Aktuelles oder Archiv-Artikel?

Montag, 14. Dezember 2009 16:06

Verlage und ihre Google-News-Strategie: Wer setzt auf Aktuelles und wer auf Archiv-Artikel?

SEO-Experte Eric Kubitz vom Suchmaschinen-Optimierer CONTENTmanufaktur hat heute wieder die Suchmaschinen-Strategien der großen Nachrichten-Sites für turi2 analysiert – und stellt fest: Trotz scharfer Beschwerden schließt noch kein Großverlag Google von seinen News-Seiten systematisch aus.

Dabei stellt er die Entwicklung von Focus Online, Welt Online, Spiegel Online und Zeit Online im Google-News-Index gegen die Entwicklung im Info-Index – also in den “normalen” Suchergebnissen, die erscheinen, wenn einfach ein Suchbegriff in den Google-Suchschlitz eingegeben wird.

die Ergebnisse seiner Analyse sind äußert interessant…

Den kompletten Artikel gibt es hier

Frohes Schaffen,

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Studien, Verlagswelt | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

IVW-Entwicklung im MEEDIA Analyzer

Montag, 7. Dezember 2009 12:08

Meedia.de veröffentlicht im MEEDIA Analyzer die IVW-Entwicklung für über 1000 Medien-Angebote.

Ein perfektes Tool für alle, die es ganz genau wissen wollen. Diese interaktive, flash-generierte Grafik bietet die Möglichkeit, mit einem Klick die Entwicklung aller wesentlichen Internet- und Print-Angebote aus Deutschland nachzuvollziehen. Außerdem können Auflagen und Klickzahlen mit denen der Konkurrenz verglichen werden.

Hier gibts die Übersicht aus dem Online-Bereich.

Gute Recherche wünscht

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Social Media, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Netzeitung wird Nachrichtenportal

Sonntag, 6. Dezember 2009 21:09

Heute kam die Ankündigung des Netzeitungs-Eigners M. DuMont Schauberg, das Nachrichtenportal netzeitung.de in seiner bisherigen Form zum Jahreswechsel 2009/10 aufzugeben.

Aus wirtschaftlichen Gründen wird das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben. Aus diesem Grund wird sämtlichen Mitarbeitern in Kürze betriebsbedingt gekündigt werden. Bestehende vertragliche Verpflichtungen der Internetzeitung werden noch im 1. Quartal 2010 erfüllt. Es wird geplant, zukünftig die Netzeitung als automatisiertes Nachrichtenportal zu nutzen. Die NZ-Teletextaktivitäten sind davon unberührt und sollen in Zukunft eine stärkere Rolle in der Gruppe spielen.

Wir bedauern die für die Mitarbeiter mit der Entscheidung verbundenen Härten. In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich aber nicht zu betreiben.

Ist das der aktuelle Trend?

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Verlagswelt | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

UMLAUF – Beste Schülerzeitung Hessens

Dienstag, 20. Oktober 2009 13:21

Das hessische Kultusministerium und die Jugendpresse Hessen kürten auf der Frankfurter Buchmesse die besten Schülerzeitungen aus Hessen. In der Jury saß unter anderem Peter Lückemeier von der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”

Der beste Online-Auftritt wurde der Schülerzeitung Umlauf vom Goehthe-Gymnasium in Kassel zugesprochen.

Ich werde mir die Seiten auf jeden Fall mal anschauen. Sollte ich nur auch nur eine gute Idee finden, so hat sich der Besuch schon gelohnt.

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Ippen und der Internet-Riese

Dienstag, 13. Oktober 2009 16:01

Auf Tagesspiegel.de hat Dominik Bardow heute einen Artikel über Dirk Ippen, die Ippen-Gruppe und Ippens Meinung zu Google und zu Printmedien sowie deren Online-Formate veröffentlicht.

Dirk Ippen lässt jeden Tag über eine Million Zeitungen drucken – doch er redet nicht gerne mit den Medien. Der Herr über die fünftgrößte Zeitungsgruppe Deutschlands sagt, er wolle nicht den Eindruck vermitteln, er äußere sich zu allem und jedem. Doch der 68-jährige Verleger hat der Medienbranche durchaus einiges zu sagen: „Don’t bet against Google“, warnt Ippen zum Beispiel. „Ich würde nicht gegen Google kämpfen.“ Die deutschen Verlage fordern derzeit von dem US-Unternehmen, an den Werbeeinnahmen des Nachrichtenüberblicks „Google News“ beteiligt zu werden. „Das ist schön, aber ich fürchte, das bleibt Wunschdenken“, sagt Dirk Ippen

Und hier gibt es den kompletten Artikel

Unsere ET-Mediengruppe gehört übrigens auch zu Ippen…

Karsten Schäfer

Thema: Anzeigenzeitung, Digitale Medien, Social Media, Tageszeitung, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Lokaljournalismus gegen Mannheimer Morgenpost

Freitag, 9. Oktober 2009 19:59

Über eine Million Seitenzugriffe vom 07. Mai bis 20. September 2009 auf dem Heddesheimblog trieben mich heute dazu, dem Gründer, Betreiber und Journalisten Hardy Prothmann die für mich wichtige Frage zum Erlösmodell des Blog zu stellen. Heraus kam ein langes Telefonat, nicht nur zu Einnahmen, sondern auch zum Erfolgskonzept des Blog.

Der Journalist, der unter anderem für Focus, Der Spiegel, die FAZ, Financial Times, Süddeutsche Zeitung, Berliner Morgenpost und viele andere recherchiert und geschrieben hat, hat den Heddesheimblog Anfang Mai ins Leben gerufen als bekannt wurde, dass sich ein großes Logistikunternehmen in Heddesheim ansiedeln will. Um nicht auf Informationen von Bürgerinitiativen und der Lokalpresse angewiesen zu sein, hat Prothmann angefangen selber zu recherchieren.

Mittlerweile sind mehr als 700 Artikel mit über 1.400 Kommentaren auf Heddesheimblog veröffentlicht worden. Und nicht nur zum Logistikunternehmen, sondern auch zur allgemeinen Lokalberichterstattung aus dem 11.000 Einwohner umfassenden Ort. Das er mit Lokalberichterstattung auf dem richtigen Weg ist, zeigte ihm nach zwei Tagen „artikelfreier Zeit“ eines Montag Morgens mehrere Anrufe mit der Frage, wann denn neue Nachrichten erscheinen würden.

Es ist ihm wichtig, dass sich die Einwohner mit seinen Inhalten identifizieren können. Das Blog bietet sozusagen eine Dokumentation des Alltags und unter anderem damit will er seine Leser „von der Straße“ abholen und zum Meinungsaustausch anregen. Der Meinungsaustausch wird mittlerweile aber nicht mehr nur durch ihn angeregt, sondern auch durch Gastautoren, die ihre als Gastartikel gekennzeichneten Meinung darstellen können. Und Gastartikel in Blogs fallen unter den großen Überbegriff des „Mittendrin statt nur dabei WEB 2.0“, also mittenrein in den aktuellen Trend.

Auf Evangelisch.de (wie kommen die eigentlich auf Heddesheim?) war übrigens auch ein interessanter Artikel zum Heddesheimblog zu lesen:

Für den Erfolg seines Blogs ist die Pfennig-Diskussion wohl mitverantwortlich, glaubt Blogforscher Jan Schmidt vom Hamburger Hans-Bredow-Institut. Ein „brennendes Thema, wenig journalistische Versorgung im Ort – hier konnte ein Blog eine Lücke füllen“, sagt Schmidt. „Und das Medium passt gut, denn es kostet kaum Geld für den Journalisten, ist leicht zu bedienen und passt wegen der Kommentarfunktion sehr gut zu einem Debattenthema.“ Das ein Blog in die Rolle einer Lokalzeitung schlüpft, ist aber eher ungewöhnlich. „Ich kenne kein anderes Beispiel in Deutschland“, sagt Schmidt.

Ach ja, bleibt die Frage nach dem Erlösmodell des Heddesheimblog. Die Struktur der Einnahmen sind mir nach dem Gespräch bekannt und die Werbeerlöse weit höher, als manche Webseite von Zeitungsverlagen, die ihr Geld mit Print verdienen. Nur Affiliats und Adsense-Werbung, das soll nicht kommen. Dafür aber irgendwann ein neuer Mitarbeiter, ein Mediaberater (nein, liebe Verlagsleitung, nicht ich!), der dann den Vertrieb übernimmt. Allerdings erst, nachdem die Preisfindung für Werbung auf dem Blog geklärt ist.

Im Grunde kämpft er also wie alle im Internet publizierenden Verleger und Autoren mit der Frage nach dem Erlösmodell für Journalismus.

Und wie schon im Artikel Gewinnschwellen von sozialen Netzwerken beschrieben sagte auch Prothmann: „Erst Inhalte, dann Vermarktung.“

Aber eins ist klar: Werbung darf (und muss) Inhalte finanzieren. Werbung darf Inhalte aber nicht beeinflussen.

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

Übrigens sind es mittlerweile mehr als 1.500.000 Seitenzugriffe.

Thema: Digitale Medien, Social Media, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (2) | Autor: Karsten R. Schäfer

Focus Online arbeitet profitabel

Donnerstag, 24. September 2009 7:23

Wie vor kurzem auf horizont.net zu lesen war, soll der “Focus” mit seinem Online-Angebot inzwischen jährlich einen “zweistelligen Millionenbetrag” umsetzen, der ca. 50 – 60 Leute ernährt. Das sagte Chefredakteur Jochen Wegner von Focus Online auf dem Kommunikationskongress in Berlin.

Außerdem sei das Unternehmen profitabel, was nur bei drei von 600 journalistischen Websites in Deutschland der Fall sei. Die Frage nach einem originären Geschäftsmodell ließ Wegner offen.

Es funktioniert also doch, dass Verlage im Internet mehr als nur ein paar lausige Pennies verdienen. Ich sollte ihn mir also die Tage mal an der Tankstelle abgreifen und fragen wie er das hinbekommt. Wer sonst noch Ideen hat, wie wir das in die Wege leiten können, bitte bei mir melden!

Ein “einstelliger Millionenbetrag” würde mir für unseren Verlag anfangs auch schon reichen, Allerdings steht bis dahin noch einiges an Arbeit bei Inhalt, Layout, Nutzungsmöglichkeiten und Reichweite an. Nun gut, für den Anfang reichen mir auch 100.000 Umsatzerlöse auf den Verlagsseiten. Aber dann bitte auf jeder einzelnen unserer 7 Verlagsseiten.

Ich werde heute also mal wieder einen “Denk-Tag” einlegen. Vielleicht bleibt ja der ein oder andere gute Gedanken hängen…

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Verdrängung der klassischen Papierzeitung unaufhaltsam?

Sonntag, 20. September 2009 13:08

Auf manager-magazin.de war im März 2009 zu lesen, dass eine amerikanische Studie belegt, dass amerikanische Zeitungen mittlerweile vom Internet überrollt werden. Amerikanische Zeitungen rutschen in die roten Zahlen, werden eingestellt oder verkauft. Weiterhin prognostizierten Wissenschaftler, dass das Jahr 2009 eines der schlimmsten Jahre für die Zeitungsverlage überhaupt werden könnte. Und nicht nur die Anzeigenflaute macht den Verlagshäusern zu schaffen, sondern auch die Leser. Die wandern nämlich immer häufiger ins Internet ab. Einschließlich mir.

Allerdings ist die Situation nicht auf die USA beschränkt. Auch in Deutschland kämpfen die Zeitungen seit Jahren gegen sinkende Auflagen und Erlöse aus Anzeigeneinnahmen. Und der Versuch der Verlage, die Verlust auf ihren Verlagsseiten im Internet aufzufangen, hat bisher auch noch nicht gefruchtet. Die Verlage haben immer noch keine guten Konzepte und es mangelt einfach an Ideen. Es gibt aber nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner. Internetanbieter und in erster Linie natürlich Google profitieren von der Nachrichtenvielfalt im Internet.

Ebenfalls mit der Zukunft der Tageszeitungen befasst sich eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Diese kommt (wie viele anderen auch – und mittlerweile dürfte es wirklich jeder wissen) zu dem Schluss, dass die klassichen Zeitungen auf Papier wirklich irgendwann durch das Internet verdrängt werden könnten. Und die Studie untermauert ihre Aussagen durch Analysen, Diagramme und auch den Blick beispielsweise zur IVW, die die Reichweite der Zeitungen, Zeitschriften und Online-Auftritte ermittelt. „Eine ähnliche solide Finanzierungsbasis, wie sie durch Werbung und Vertrieb lange Zeit für Druckerzeugnisse gültig war, ist im Internet (noch) nicht in Sicht”, so die Kernaussage der Studie der Friedich-Ebert-Stiftung.

Und genau mit dem Thema der Finanzierung von Online-Angeboten im Verlagswesen werde ich mich zukünftig mehr und ausführlicher beschäftigen. Dann allerdings nicht mehr als Mediaberater, sondern als Internet-Publisher für die gesamte ET-Mediengruppe im Bereich Digitale Medien und Online-Entwicklung.

Übrigens muss ich zugeben, dass auch ich mittlerweile überwiegend im Internet lese. Hauptsächlich Blogs, Nachrichtenseiten und immer auf der Suche nach Studien und Lesematerial über all die Themen die hier in meinen “Blog-Kategorien” stehen. Interessantes Lesematerial oder Links nehme ich auch gerne als Empfehlung entgegen. Immer her damit!

Also dann mal auf in ein neues Arbeitsfeld.

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Printmedien, Studien, Verlagswelt | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer