Beitrags-Archiv für die Kategory 'Web 2.0'

Studie “Zeitungen Online 2008″

Mittwoch, 16. September 2009 8:12

Onlineangebote deutscher Tageszeitungen von 2006 - 2008 - Quelle Zeitungsstudie media-ocean

Anfang Januar haben Steffen Büffel und Sebastian Spang auf media-ocean die Studienergebnisse Zeitungen Online 2008 vorgestellt.

Dabei haben sie analysiert, wie Tageszeitungen in ihren Onlineangeboten auf das sich wandelnde Mediennutzungsverhalten reagieren bzw. wie sie Print mit Online verzahnen. Oder einfach ausgedrückt: Welche Crossmedia-Strategien sind bei deutschen Tageszeitungen zu beobachten.

Die Statistik läuft mittlerweile über drei Jahre. Wie bei den Vorgängerstudien aus 2006 und 2007 wurden die Kernergebnisse aus der Analyse der Angebote der 100 auflagenstärksten Tageszeitungen in Deutschland vorgestellt.

Dabei finde ich es äußerst interessant und aufschlussreich, welche interaktiven, multimedialen Nutzungsmöglichkeiten die Webangebote der 100 auflagenstärksten Tageszeitungen in Deutschland anbieten, und wie sich die Nutzungsmöglichkeiten bzw. Angebote der Online-Auftritte der Zeitungen im Lauf der Zeit verschoben haben. Lässt sich daraus ein Trend für die Zukunft ableiten?

Wie sich die Einbindung von RSS-Feeds, Foren, Chats, Registrierungspflicht bei Kommentaren, und vieles mehr verändert hat, lest ihr am besten selbst auf media-ocean. Ich freue mich auf die Fortführung in 2009.

Und: je länger ich über die Studie nachdenke, um so mehr wächst der Wunsch, eine ähnliche Aufstellung im Bereich der Onlineangebote von Anzeigenzeitungen durchzuführen. Allerdings fehlt mir noch der Geistesblitz zu den Kriterien der ausgewählten Titel. Ist bei Anzeigenzeitungen ebenfalls die Auflagenstärke das richtige Auswahlkriterium? Oder eher Anzeigenvolumen. Klickraten wohl auf gar keinen Fall, weil die steigen erst mit steigender Qualität des Angebotes. Aber woher erhalte ich diese Daten, um dann mit der Analyse zu beginnen?

*Nachdenk*

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Studien, Tageszeitung, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Hitzige Suche der Atome nach Digitalisierung

Mittwoch, 26. August 2009 8:15

Atom

Peter Glaser hat im Feuilleton der Berliner Zeitung über die Zersetzung alter Medienformen durch die Digitalisierung und über die hitzige Suche der Atome nach neuen Synthesen geschrieben.

Dabei hat er Bekanntes und Überlebenswichtiges – nicht nur für Zeitungsverlage - in wirklich gute Worte gefasst…
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Auch die klassische Struktur der Zeitung korrodiert im Netz – und die neuen Strukturen sind noch nicht so recht gefunden. Ähnlich wie in dem tatsächlich vom Untergang bedrohten Quelle-Katalog ruht in einer gedruckten Zeitung die Welt auf dem soliden Fundament einer feststehenden Ordnung – Titelseite, Meldungen über und unter dem Knick, Aktuelles, Politik, Wirtschaft, Feuilleton, Sport, Vermischtes (im Quelle-Katalog beginnt die Welt bei der Damenoberbekleidung und führt über Kinder- und Herrenklamotten ins Reich der Dinge, um am Ende mit den Elektrogeräten die Welt rund zu machen). Und wie die Musikindustrie das Album zu retten versucht, versuchen auch die Zeitungen im Netz die alte Weltordnung fortzuschreiben.

Und weiter:

Aber mehr und mehr werden auch die einzelnen Texte, Meldungen, Stories zu Tracks. Denn sie werden nicht mehr nur an der Quelle gelesen, sondern zunehmend weitergereicht, verteilt, via Facebook empfohlen, gediggt, reblogged und weiter atomisiert zu Zitaten und Ausschnitten. Dieses Gewimmel beginnt seine neuen Molekülformen gerade erst zu ertasten.

Und wie gerade beschrieben, wird auch Peter Glasers Feuilleton-Artikel gerade durch mich atomisiert, zerlegt und in wenigen Auszügen seiner Einzelteile zitiert.

Dabei stellt sich wieder die Frage: Ist das nun gut, oder nicht? Wo fängt der “Content-Klau” an, wie weit dürfen Zitate verarbeitet werden, ab wann ist Zitieren ein pures Abschreiben? Ist nicht jeder geschriebene und veröffentlichte Satz schon öfter in derselben oder einer ähnlichen Form veröffentlich worden? Die eine Gruppe möchte ihre Publikationen jeglicher Art am liebsten so schnell und weit als möglich verbreiten, die andere Gruppe beschwert sich über die unerlaubte Verbreitung ihrer Publikationen.

Ärgert sich Peter Glaser jetzt über meine Ausbeutung und Nutzung seines Artikels oder sieht er es positiv als weitere Verbreitung seiner Inhalte? Inhalte, die in der Printausgabe der Berliner Zeitung gezahlt werden müssen, in der Online-Ausgabe allerdings kostenlos zur Verfügung stehen und von mir … hm, “abgeschrieben?” oder “zitiert?” werden!

Und genau da stellt sich doch auch wieder eine Frage: Kaufe ich lieber eine Zeitung, suche ich mit der Maschine oder abonniere ich via RSS?

Für mich als Leser ist eine Mischung aus Kaufen, Suchen und Abonnieren von Vorteil. Aber wie ist die Sichtweise für mich als Mediaberater?

Wie auch immer, der komplette Artikel von Peter Glaser ist einfach lesenswert. Und ich hoffe, er würde sich über die Verbreitung seiner Inhalte freuen. Könnte ja neue Käufer der Zeitung bringen und somit Leser seiner zukünftigen Artikel. Könnte? Ja, wird auf jeden Fall! Weil auch ich werde das nächste mal in Berlin eine Berliner Zeitung kaufen, um Layout, Inhalte und Themen für unseren Verlag zu analysieren. Und natürlich, um eine “echte” Zeitung in der Hand zu halten… weil Zeitung finde ich gut! Ich arbeite ja für eine…

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Tageszeitung, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (2) | Autor: Karsten R. Schäfer

Verdoppelung der Nutzerzahlen von Twitter in Deutschland seit April

Freitag, 14. August 2009 22:07

Twitter

In einer Pressemitteilung schrieb Nielsen am 04.08.09, dass im Juni 1,8 Millionen Nettonutzer (Unique Audience) mindestens einmal Twitter.com besuchten.

Damit hat sich die Anzahl derer, die die Website von zu Hause aus oder auf der Arbeit mindestens einmal im Monat anklicken, seit April 2009 fast verdoppelt.
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Betrachtet man die Nutzung unter demographischen Aspekten, zeigt sich zunächst, dass Frauen mit 54,1 Prozent in der Nutzerschaft im Juni häufiger auf Twitter vertreten waren als die männlichen Twitterer. Nach ihrem Alter aufgeschlüsselt waren es die Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren, die – gemessen an ihrem Anteil an allen aktiven Nutzern – überproportional Twitter nutzten.

Wann auch immer in den letzten Monaten plötzliche Ereignisse die mediale Berichterstattung dominierten: Die Nutzer des Microblogging-Dienstes Twitter waren stets schnell und gut informiert. Die Notwasserung eines Airbus im Hudson River, die Ereignisse nach den Präsidentschaftswahlen in Iran und zuletzt der Tod von Michael Jackson lösten einen Boom der 140-Zeichen-Nachrichten aus. Das Phänomen Twitter wird online wie offline von Anhängern und Kritikern diskutiert. Dabei wird oft die Frage gestellt, ob sich Twitter dauerhaft als Plattform des Bürgerjournalismus etablieren kann oder ob eher das Alltagsgezwitscher dominieren wird.

Die Nutzer von Twitter sind also wesentlich schneller informiert als über andere Medien.

Stellt sich mir die Frage, ob und wie viel Zeitungen Twitter zur Verbreitung ihrer Artikel nutzen.

Macht es für eine zweimal wöchentlich erscheinende Anzeigenzeitung Sinn, über einen Twitter-Account Artikel anzureißen um so Leser auf die mehrmals täglich aktualisierte hauseigene Onlineseite der Zeitung zu führen? Kann man über Twitter Leser gewinnen und die Visits der eigenen Verlags-Webseite steigern?

Wie sind Eure Erfahrungen?

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Studien, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer

Warum das Mediaberater-Blog?

Montag, 10. August 2009 17:06

ksch

Bei meinen Recherchen nach Infos, Studien, Skripten und Statistiken zur Verlagswelt, zu Anzeigenzeitungen und Tageszeitungen, zum Einsatz von Digitalen Medien und Social Communities von Verlagen, zu Printwerbung und Onlinewerbung, zu Onlinemarketing, SEM und SEO finde ich oftmals interessante und für meine Tätigkeit als Mediaberater wichtige Inhalte die ich für mich selber archiviere, und so hat sich im Laufe der Zeit ein unübersichtlicher Wust von Dateien jeglicher Art auf meiner Festplatte angesammelt.

Was also bietet sich besseres an, als all diese Artikel, Studien und Ideen nach Kategorien sortiert und verlinkt zukünftig in Form eines Blog festzuhalten? Hat den Vorteil, dass ich zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt alles wieder finde, was ich jemals gefunden und festgehalten habe!

Hier entsteht also eine unregelmäßig erweiterbare Sammlung an Daten, Zahlen, Fakten mit Quellenhinweis, sowie meinen eigenen Gedanken dazu. Kurze Zusammenfassungen der (für mich) wichtigsten Inhalte aus Studien, Skripten und anderen Blogs sowie eigene sinnige oder unsinnige Geistesblitze. Aber alles Themenrelevant.

Das alles natürlich auch optimiert für die große Suchmaschine. Und wenn dann der ein oder andere interessierte Leser, Kommentar oder Backlink kommt, dann freue ich mich natürlich auch darüber. Ebenfalls über steigenden Pagerank. Kann man immer mal gebrauchen, auf verschiedenen Serfern verteilt.

Das mittlerweile standardmäßige NoFollow von Wordpress in den Kommentaren habe ich übrigens durch das Plugin Nofollow Case by Case von Oliver Bockelmann ausgehebelt. Insofern geben Kommentare auch echte Links…

Viel Spaß beim Lesen,

Karsten Schäfer

Thema: Akquise, Anzeigenzeitung, Crossmedia, Digitale Medien, E-Mail-Marketing, Newslettermarketing, Onlinewerbeformen, Printmedien, SEO, Social Communities, Studien, Tageszeitung, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: Karsten R. Schäfer