Dr. Ippen über Heimatbezug der Zeitungen

Die Preußische Allgemeine Zeitung hat am 03.02.2010 ein Interview mit Dr. Dirk Ippen veröffentlicht, in dem Dr. Ippen über den Journalismus und die Wichtigkeit des Heimatbezug spricht.

Interessant ist, wo er die deutschen Tages- und Wochenzeitungen in fünf bis zehn Jahren sieht:

Dr. Dirk Ippen: Es wird sie geben, aber sie werden nicht mehr ganz die Bedeutung haben wie heute. Sie werden Nischen besetzen mit Inhalten, die in der digitalisierten Welt wertvoll bleiben.

Außerdem eine Aussage mit der er den Nagel auf den Kopf trifft:

Dr. Dirk Ippen: Heimatbezug ist wichtig, aber nicht das einzige Element. Im Grunde sind es zwei Faktoren, mit denen die Zeitungen auf Dauer einen Vorsprung gegenüber Angeboten im Internet wahren können: Wirklich kluge nationale und weltweite Inhalte auf der einen Seite und tiefgründige lokale und regionale Inhalte auf der anderer Seite. Denn beides ist nicht so leicht aus dem Internet abzuleiten und darin abzubilden. Alles dazwischen hat es schwer. Wir leben einerseits in einem digitalen globalen Dorf, in der uns Nachrichten weltweit sofort erreichen, und andererseits in der realen Welt in unserem echten Dorf oder Stadtviertel.

Das komplette Interview gibt es hier

Karsten Schäfer

Tags »

Autor: Karsten R. Schäfer
Datum: Freitag, 5. Februar 2010 12:07
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Crossmedia, Printmedien, Verlagswelt

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Ein Kommentar

  1. 1

    Die Zeitung (und auch das gedruckte Buch) wird es immer geben. Es gibt genügend Menschen, die einfach das Gefühl des Papiers beim Lesen der Zeitung am Morgen unbewußt mögen. Die Inhalte (wie Dr. Ippen schon sagt) müssen natürlich gut verteilt sein – Stichwort regional. Einige regionale Tageszeitungen haben mMn den Anschluß jetzt schon verpaßt.

Kommentar abgeben