Werbespots vor Videos

Donnerstag, 3. Dezember 2009 14:16

Videos im Netz sind allgegenwärtig, jedem bekannt, und für 2010 wird von Marktforschern eine weitere Steigerung der Einnahmen aus Werbung in Videos vorausgesagt.

Wie ein Pre-Roll Ad ausschaut brauche ich wohl niemanden zu zeigen. Trotzdem muss ich hier unbedingt einen Link zu einem Hochzeits-Video auf Welt online setzten.

Der Softwareentwickler Dana Hanna holt NACH der Trauung und VOR dem Kuss sein Handy aus dem Jacket und ändert erst mal seinen Beziehungsstatus auf Facebook.

Wie auch immer. Bei jedem Neuabspielen des Video wird ein anderer Werbespot vorgespielt. Danach kurz das Welt-Logo, dann das eigentliche Video. Der Werbespot vor dem Video läuft wohl über einen AdSerfer, lässt sich nicht vorspulen oder weg klicken.

Wechslende Werbespots vor selbsterstellten Videos haben den Vorteil, dass ein Video nicht nur an ein Unternehmen verkauft werden “muss”, sondern viele Werbespots verkauft werden können, die dann rotierend vor allen Videos laufen können.

Nun denn, es wartert viel Arbeit!

Karsten Schäfer

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Onlinewerbung wächst trotz Krise

Mittwoch, 28. Oktober 2009 11:05

Nichts neues, aber immer wieder schön zu lesen:

Die FOMA (Fachforum der Online-Mediaagenturen) hat in Ihrer neuen “Trendmonitor” Studie zehn Prozent Steigerung im Bereich der Onlinewerbung für das Jahr 2010 vorausgesagt.

Die Kernaussagen der Studie sind:

Die Investitionen in Online-Werbung werden auch in der Krise moderat steigen

Das Internet wird für immer mehr Zielgruppen zum Leitmedium für werbliche Kommunikation

Das Tempo der Entwicklung des Mediums bleibt unverändert hoch und der Innovationsdruck auf die Marktteilnehmer steigt

Online-Video und Bewegtbildwerbung sind der Treiber für die Etablierung als Kanal für Branding-Kampagnen

Das Netz soll also wieder der Retter in der Werbe-Not sein. Die Treiber der Entwicklung sind laut Umfrage der FOMA gleich mehrere Branchen: Konsumgüter, Lebensmittel, Kosmetik, Gesundheits-Marken, die Bekleidungsbranche, Handel und Versand, Unterhaltungselektronik, Finanzen und Dienstleistungen.

Das Wachstum von 25 % im Jahr 2007 und 17 % im Jahr 2008 schwächt sich zwar immer weiter ab, aber es geht wohl zweistellig aufwärts. Außerdem ist die FOMA ebenfalls der Meinung, das Netz entwickele sich weiter zum Werbe-Leitmedium.

Dass sich Videos und Bewegtbildwerbung überproportional entwicklen und am besten für Branding-Kampagnen eignen sollen ist auch nicht neu aber immer wieder schön zu lesen.

Meine Frage dazu – wie immer: Welche Möglichkeiten müssen Online-Auftritte von Anzeigenzeitungen bieten, um ein optimales Umfeld für Onlinewerbung von Werbetreibenden darzustellen. Wie lässt sich Onlinewerbung optimal integrieren. Wo fangen wir an?

Wie und wo auch immer… die 10 % wollen wir auch, und zwar wenigstens und auf allen Portalen.

Karsten Schäfer

Thema: Crossmedia, Onlinewerbeformen, Studien | Kommentare (0)

UMLAUF – Beste Schülerzeitung Hessens

Dienstag, 20. Oktober 2009 13:21

Das hessische Kultusministerium und die Jugendpresse Hessen kürten auf der Frankfurter Buchmesse die besten Schülerzeitungen aus Hessen. In der Jury saß unter anderem Peter Lückemeier von der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”

Der beste Online-Auftritt wurde der Schülerzeitung Umlauf vom Goehthe-Gymnasium in Kassel zugesprochen.

Ich werde mir die Seiten auf jeden Fall mal anschauen. Sollte ich nur auch nur eine gute Idee finden, so hat sich der Besuch schon gelohnt.

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien | Kommentare (0)

Ippen und der Internet-Riese

Dienstag, 13. Oktober 2009 16:01

Auf Tagesspiegel.de hat Dominik Bardow heute einen Artikel über Dirk Ippen, die Ippen-Gruppe und Ippens Meinung zu Google und zu Printmedien sowie deren Online-Formate veröffentlicht.

Dirk Ippen lässt jeden Tag über eine Million Zeitungen drucken – doch er redet nicht gerne mit den Medien. Der Herr über die fünftgrößte Zeitungsgruppe Deutschlands sagt, er wolle nicht den Eindruck vermitteln, er äußere sich zu allem und jedem. Doch der 68-jährige Verleger hat der Medienbranche durchaus einiges zu sagen: „Don’t bet against Google“, warnt Ippen zum Beispiel. „Ich würde nicht gegen Google kämpfen.“ Die deutschen Verlage fordern derzeit von dem US-Unternehmen, an den Werbeeinnahmen des Nachrichtenüberblicks „Google News“ beteiligt zu werden. „Das ist schön, aber ich fürchte, das bleibt Wunschdenken“, sagt Dirk Ippen

Und hier gibt es den kompletten Artikel

Unsere ET-Mediengruppe gehört übrigens auch zu Ippen…

Karsten Schäfer

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Lokaljournalismus gegen Mannheimer Morgenpost

Freitag, 9. Oktober 2009 19:59

Über eine Million Seitenzugriffe vom 07. Mai bis 20. September 2009 auf dem Heddesheimblog trieben mich heute dazu, dem Gründer, Betreiber und Journalisten Hardy Prothmann die für mich wichtige Frage zum Erlösmodell des Blog zu stellen. Heraus kam ein langes Telefonat, nicht nur zu Einnahmen, sondern auch zum Erfolgskonzept des Blog.

Der Journalist, der unter anderem für Focus, Der Spiegel, die FAZ, Financial Times, Süddeutsche Zeitung, Berliner Morgenpost und viele andere recherchiert und geschrieben hat, hat den Heddesheimblog Anfang Mai ins Leben gerufen als bekannt wurde, dass sich ein großes Logistikunternehmen in Heddesheim ansiedeln will. Um nicht auf Informationen von Bürgerinitiativen und der Lokalpresse angewiesen zu sein, hat Prothmann angefangen selber zu recherchieren.

Mittlerweile sind mehr als 700 Artikel mit über 1.400 Kommentaren auf Heddesheimblog veröffentlicht worden. Und nicht nur zum Logistikunternehmen, sondern auch zur allgemeinen Lokalberichterstattung aus dem 11.000 Einwohner umfassenden Ort. Das er mit Lokalberichterstattung auf dem richtigen Weg ist, zeigte ihm nach zwei Tagen „artikelfreier Zeit“ eines Montag Morgens mehrere Anrufe mit der Frage, wann denn neue Nachrichten erscheinen würden.

Es ist ihm wichtig, dass sich die Einwohner mit seinen Inhalten identifizieren können. Das Blog bietet sozusagen eine Dokumentation des Alltags und unter anderem damit will er seine Leser „von der Straße“ abholen und zum Meinungsaustausch anregen. Der Meinungsaustausch wird mittlerweile aber nicht mehr nur durch ihn angeregt, sondern auch durch Gastautoren, die ihre als Gastartikel gekennzeichneten Meinung darstellen können. Und Gastartikel in Blogs fallen unter den großen Überbegriff des „Mittendrin statt nur dabei WEB 2.0“, also mittenrein in den aktuellen Trend.

Auf Evangelisch.de (wie kommen die eigentlich auf Heddesheim?) war übrigens auch ein interessanter Artikel zum Heddesheimblog zu lesen:

Für den Erfolg seines Blogs ist die Pfennig-Diskussion wohl mitverantwortlich, glaubt Blogforscher Jan Schmidt vom Hamburger Hans-Bredow-Institut. Ein „brennendes Thema, wenig journalistische Versorgung im Ort – hier konnte ein Blog eine Lücke füllen“, sagt Schmidt. „Und das Medium passt gut, denn es kostet kaum Geld für den Journalisten, ist leicht zu bedienen und passt wegen der Kommentarfunktion sehr gut zu einem Debattenthema.“ Das ein Blog in die Rolle einer Lokalzeitung schlüpft, ist aber eher ungewöhnlich. „Ich kenne kein anderes Beispiel in Deutschland“, sagt Schmidt.

Ach ja, bleibt die Frage nach dem Erlösmodell des Heddesheimblog. Die Struktur der Einnahmen sind mir nach dem Gespräch bekannt und die Werbeerlöse weit höher, als manche Webseite von Zeitungsverlagen, die ihr Geld mit Print verdienen. Nur Affiliats und Adsense-Werbung, das soll nicht kommen. Dafür aber irgendwann ein neuer Mitarbeiter, ein Mediaberater (nein, liebe Verlagsleitung, nicht ich!), der dann den Vertrieb übernimmt. Allerdings erst, nachdem die Preisfindung für Werbung auf dem Blog geklärt ist.

Im Grunde kämpft er also wie alle im Internet publizierenden Verleger und Autoren mit der Frage nach dem Erlösmodell für Journalismus.

Und wie schon im Artikel Gewinnschwellen von sozialen Netzwerken beschrieben sagte auch Prothmann: „Erst Inhalte, dann Vermarktung.“

Aber eins ist klar: Werbung darf (und muss) Inhalte finanzieren. Werbung darf Inhalte aber nicht beeinflussen.

Viel Erfolg,

Karsten Schäfer

Übrigens sind es mittlerweile mehr als 1.500.000 Seitenzugriffe.

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Gewinnschwellen von sozialen Netzwerken

Dienstag, 29. September 2009 15:38

Werbung in sozialen Medien - Quelle: FAZ.net

Holger Schmidt hat gestern auf FAZ.net geschrieben, dass Facebook laut Aussage von Marc Andreessen (Mitglied des Facebook-Aufsichtsrats) im Jahr 2009 mehr als 500 Millionen Dollar umsetzen will. Weiterhin sagte Andreessen, dass auch eine Milliarde Dollar Umsatz möglich gewesen wäre, wenn sich Facebook mehr angestrengt hätte.

Die fehlende Anstrengung lag wohl daran, dass sich Facebook momentan noch auf das Wachstum der angemeldeten Nutzer konzentriert, und nicht auf Umsatzwachstum. So sollen sich immer noch täglich ca. 700.000 Nutzer registrieren. In Deutschland gibt es momentan ca. 6. Millionen Nuter, weltweit ca. 300.000 Millionen.

Im Gegensatz zu Facebook soll der deutsche Marktführer SchülerVZ, MeinVZ und StudiVZ nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Markus Berger-de Léon schon einige Monate mit Gewinn abgeschlossen haben.

Und Googles Videoseite Youtube profitiert neben steigenden Umsätzen auch von sinkenden Kosten für Speicherplatz und Bandbreite. Laut Aussage des Google-Vorstandschef Eric Schmidt verschiebt sich die Nachfrage aktuell von statischen Werbebannern hin zu bewegten Bildern. Kein Wunder bei dem Hintergrund, dass Videowerbung in Deutschland im Jahr 2009 um 264% wachsen soll.

Allerdings wird Youtube auch monatlich von ca. 15 Millionen Deutschen bzw. 330 Millionen Menschen weltweit aufgerufen. Viele Verlage würden sich freuen, nur 1% der monatlichen Besucher zu haben.

Der Vorteil von Twitter ist, dass laut des Marktforschungsunternehmens Interpret ca. 24% der Twitter-Nutzer in ihren Tweets über Produkte oder Unternehmen zwitschern. Eine gute Voraussetzung, um ebenfalls Werbung einzuführen. Allerdings konzentrieren sich die Twitter-Gründer momentan ebenfalls noch auf Wachstum. Früher oder später wird aber wohl ebenfalls Werbung eingeführt. Vielleicht auch kostenpflichtige Premiumdienste.

Das sich die Unternehmen immer häufiger dem Web 2.0 zuwenden, liegt wohl daran, dass sich immer mehr Nutzer immer länger dort aufhalten. Laut Nielsen soll sich die Nutzungszeit der User von WEB 2.0 – Angeboten auf 17% ihrer gesamten Internetzeit verdreifacht haben. Daran ist klar der Wunsch der User nach Kommunikation, Informationsverbreitung und Vernetzung erkennbar.

Und gerade die überdurchschnittliche Nutzung der WEB 2.0 Angebote bringt den Erfolg und zieht damit auch die Werbetreibenden an. So werben in den USA mittlerweile mehr als 80 der 100 größten Unternehmen auf Facebook.

Außerdem wollen drei von vier Werbern ihre Ausgaben in den sozialen Netzwerken erhöhen. Mit großem Abstand nach Netzwerken auf Rang 2 folgen Werbeausgaben in Suchmaschinen und selbst in die klassische Online-Werbung wollen 28% der Werber mehr Geld investieren.

Was lerne ich daraus? Kurzform: Kommunikationsmittel und Möglichkeiten der Selbstdarstellung bereitstellen. WEB 2.0 “in den Verlag einführen”. Und: Erst Wachstum, dann Umsatz aus Werbung.

Karsten Schäfer

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Focus Online arbeitet profitabel

Donnerstag, 24. September 2009 7:23

Wie vor kurzem auf horizont.net zu lesen war, soll der “Focus” mit seinem Online-Angebot inzwischen jährlich einen “zweistelligen Millionenbetrag” umsetzen, der ca. 50 – 60 Leute ernährt. Das sagte Chefredakteur Jochen Wegner von Focus Online auf dem Kommunikationskongress in Berlin.

Außerdem sei das Unternehmen profitabel, was nur bei drei von 600 journalistischen Websites in Deutschland der Fall sei. Die Frage nach einem originären Geschäftsmodell ließ Wegner offen.

Es funktioniert also doch, dass Verlage im Internet mehr als nur ein paar lausige Pennies verdienen. Ich sollte ihn mir also die Tage mal an der Tankstelle abgreifen und fragen wie er das hinbekommt. Wer sonst noch Ideen hat, wie wir das in die Wege leiten können, bitte bei mir melden!

Ein “einstelliger Millionenbetrag” würde mir für unseren Verlag anfangs auch schon reichen, Allerdings steht bis dahin noch einiges an Arbeit bei Inhalt, Layout, Nutzungsmöglichkeiten und Reichweite an. Nun gut, für den Anfang reichen mir auch 100.000 Umsatzerlöse auf den Verlagsseiten. Aber dann bitte auf jeder einzelnen unserer 7 Verlagsseiten.

Ich werde heute also mal wieder einen “Denk-Tag” einlegen. Vielleicht bleibt ja der ein oder andere gute Gedanken hängen…

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Verlagswelt, Web 2.0 | Kommentare (0)

Verdrängung der klassischen Papierzeitung unaufhaltsam?

Sonntag, 20. September 2009 13:08

Auf manager-magazin.de war im März 2009 zu lesen, dass eine amerikanische Studie belegt, dass amerikanische Zeitungen mittlerweile vom Internet überrollt werden. Amerikanische Zeitungen rutschen in die roten Zahlen, werden eingestellt oder verkauft. Weiterhin prognostizierten Wissenschaftler, dass das Jahr 2009 eines der schlimmsten Jahre für die Zeitungsverlage überhaupt werden könnte. Und nicht nur die Anzeigenflaute macht den Verlagshäusern zu schaffen, sondern auch die Leser. Die wandern nämlich immer häufiger ins Internet ab. Einschließlich mir.

Allerdings ist die Situation nicht auf die USA beschränkt. Auch in Deutschland kämpfen die Zeitungen seit Jahren gegen sinkende Auflagen und Erlöse aus Anzeigeneinnahmen. Und der Versuch der Verlage, die Verlust auf ihren Verlagsseiten im Internet aufzufangen, hat bisher auch noch nicht gefruchtet. Die Verlage haben immer noch keine guten Konzepte und es mangelt einfach an Ideen. Es gibt aber nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner. Internetanbieter und in erster Linie natürlich Google profitieren von der Nachrichtenvielfalt im Internet.

Ebenfalls mit der Zukunft der Tageszeitungen befasst sich eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Diese kommt (wie viele anderen auch – und mittlerweile dürfte es wirklich jeder wissen) zu dem Schluss, dass die klassichen Zeitungen auf Papier wirklich irgendwann durch das Internet verdrängt werden könnten. Und die Studie untermauert ihre Aussagen durch Analysen, Diagramme und auch den Blick beispielsweise zur IVW, die die Reichweite der Zeitungen, Zeitschriften und Online-Auftritte ermittelt. „Eine ähnliche solide Finanzierungsbasis, wie sie durch Werbung und Vertrieb lange Zeit für Druckerzeugnisse gültig war, ist im Internet (noch) nicht in Sicht”, so die Kernaussage der Studie der Friedich-Ebert-Stiftung.

Und genau mit dem Thema der Finanzierung von Online-Angeboten im Verlagswesen werde ich mich zukünftig mehr und ausführlicher beschäftigen. Dann allerdings nicht mehr als Mediaberater, sondern als Internet-Publisher für die gesamte ET-Mediengruppe im Bereich Digitale Medien und Online-Entwicklung.

Übrigens muss ich zugeben, dass auch ich mittlerweile überwiegend im Internet lese. Hauptsächlich Blogs, Nachrichtenseiten und immer auf der Suche nach Studien und Lesematerial über all die Themen die hier in meinen “Blog-Kategorien” stehen. Interessantes Lesematerial oder Links nehme ich auch gerne als Empfehlung entgegen. Immer her damit!

Also dann mal auf in ein neues Arbeitsfeld.

Karsten Schäfer

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Studie “Zeitungen Online 2008″

Mittwoch, 16. September 2009 8:12

Onlineangebote deutscher Tageszeitungen von 2006 - 2008 - Quelle Zeitungsstudie media-ocean

Anfang Januar haben Steffen Büffel und Sebastian Spang auf media-ocean die Studienergebnisse Zeitungen Online 2008 vorgestellt.

Dabei haben sie analysiert, wie Tageszeitungen in ihren Onlineangeboten auf das sich wandelnde Mediennutzungsverhalten reagieren bzw. wie sie Print mit Online verzahnen. Oder einfach ausgedrückt: Welche Crossmedia-Strategien sind bei deutschen Tageszeitungen zu beobachten.

Die Statistik läuft mittlerweile über drei Jahre. Wie bei den Vorgängerstudien aus 2006 und 2007 wurden die Kernergebnisse aus der Analyse der Angebote der 100 auflagenstärksten Tageszeitungen in Deutschland vorgestellt.

Dabei finde ich es äußerst interessant und aufschlussreich, welche interaktiven, multimedialen Nutzungsmöglichkeiten die Webangebote der 100 auflagenstärksten Tageszeitungen in Deutschland anbieten, und wie sich die Nutzungsmöglichkeiten bzw. Angebote der Online-Auftritte der Zeitungen im Lauf der Zeit verschoben haben. Lässt sich daraus ein Trend für die Zukunft ableiten?

Wie sich die Einbindung von RSS-Feeds, Foren, Chats, Registrierungspflicht bei Kommentaren, und vieles mehr verändert hat, lest ihr am besten selbst auf media-ocean. Ich freue mich auf die Fortführung in 2009.

Und: je länger ich über die Studie nachdenke, um so mehr wächst der Wunsch, eine ähnliche Aufstellung im Bereich der Onlineangebote von Anzeigenzeitungen durchzuführen. Allerdings fehlt mir noch der Geistesblitz zu den Kriterien der ausgewählten Titel. Ist bei Anzeigenzeitungen ebenfalls die Auflagenstärke das richtige Auswahlkriterium? Oder eher Anzeigenvolumen. Klickraten wohl auf gar keinen Fall, weil die steigen erst mit steigender Qualität des Angebotes. Aber woher erhalte ich diese Daten, um dann mit der Analyse zu beginnen?

*Nachdenk*

Karsten Schäfer

Thema: Digitale Medien, Studien, Tageszeitung, Web 2.0 | Kommentare (0)

Print wirkt – Reloaded

Samstag, 12. September 2009 8:34

print wirkt rot

Schon einige Jahr alt, aber immer noch – oder gerade deshalb – hochinteressant, sehenswert, einfach einmalig gut, ist die Kampagne “Print wirkt” der Publikumszeitschriften im VDZ. Und jetzt gibt es “Print reloaded”…

In dem 52 Seiten umfassenden PDF liefert der VDZ “sieben Argumente für die Werbung in Publikumszeitschriften” und stellt die Unterschiede zwischen Print und anderen Medien mit aktuellen Daten und Fakten inhaltlich und optisch wirklich gut dar.

Die sieben Argumente der Kampagne sind:

Print ist ein Massenmedium
Print ist ein Zielgruppenmedium
Print ist paid content
Print ist Autorität
Print ist mobil
Print ist intensiv
Print wirkt

Kern der Argumentation ist die Aussage, dass kein anderes Medium Werbung so tief in den Alltag der Zielgruppen bringt wie Zeitschriften. Gedruckte Zeitschriften seien mobil, würden von ihren Lesern selbst gekauft und intensiv genutzt, weshalb keine andere Mediengattung so viele Menschen so präzise erreiche. Gedruckte Zeitschriften müssten also ein herausragendes Werbemedium sein.

Wessen Werbung ist das? Klar, sieht man doch! ...

In der Kampagne “Print wirkt” werden weder Produkte, Markenlogos, Texte oder Originalfotos verwendet oder abgebildet. Und trotzdem sind die Kampagnen sofort erkennbar und können richtig zugeordnet werden. Durch gut gemachte Print-Kampagnen, die sich auf ein klares Erscheinungsbild im CD konzentrieren, wird die Wiedererkennung also klar gestärkt und das Markenbild gefestigt.

Wessen Werbung ist das? Klar, sieht man doch! ...

Da stellt sich mir doch gerade mal die Frage nach der Definition einer Marke? Ist der örtliche Handwerker um die Ecke nicht auch eine “Marke”? Auch der regionale Handwerker mit begrenzten Werbebudget, der seine wöchentlich erscheinende Anzeigenzeitung als bevorzugtes und Erfolg bringendes Werbemedium nutzt, hat das Recht auf individuelle Beratung. Und dazu gehört auch, dass wir als Mediaberater mehr tun als “nur” Anzeigen zu verkaufen. Wir sollten unsere Kunden dahingehend beraten, sich selber als “Marke” zu sehen und in der Anzeigengestaltung auf Entwürfe im CD achten. Geht es dem Kunden gut, geht es uns gut…

Karsten Schäfer

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