Verdoppelung der Nutzerzahlen von Twitter in Deutschland seit April

In einer Pressemitteilung schrieb Nielsen am 04.08.09, dass im Juni 1,8 Millionen Nettonutzer (Unique Audience) mindestens einmal Twitter.com besuchten.
Damit hat sich die Anzahl derer, die die Website von zu Hause aus oder auf der Arbeit mindestens einmal im Monat anklicken, seit April 2009 fast verdoppelt.
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Betrachtet man die Nutzung unter demographischen Aspekten, zeigt sich zunächst, dass Frauen mit 54,1 Prozent in der Nutzerschaft im Juni häufiger auf Twitter vertreten waren als die männlichen Twitterer. Nach ihrem Alter aufgeschlüsselt waren es die Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren, die – gemessen an ihrem Anteil an allen aktiven Nutzern – überproportional Twitter nutzten.
Wann auch immer in den letzten Monaten plötzliche Ereignisse die mediale Berichterstattung dominierten: Die Nutzer des Microblogging-Dienstes Twitter waren stets schnell und gut informiert. Die Notwasserung eines Airbus im Hudson River, die Ereignisse nach den Präsidentschaftswahlen in Iran und zuletzt der Tod von Michael Jackson lösten einen Boom der 140-Zeichen-Nachrichten aus. Das Phänomen Twitter wird online wie offline von Anhängern und Kritikern diskutiert. Dabei wird oft die Frage gestellt, ob sich Twitter dauerhaft als Plattform des Bürgerjournalismus etablieren kann oder ob eher das Alltagsgezwitscher dominieren wird.
Die Nutzer von Twitter sind also wesentlich schneller informiert als über andere Medien.
Stellt sich mir die Frage, ob und wie viel Zeitungen Twitter zur Verbreitung ihrer Artikel nutzen.
Macht es für eine zweimal wöchentlich erscheinende Anzeigenzeitung Sinn, über einen Twitter-Account Artikel anzureißen um so Leser auf die mehrmals täglich aktualisierte hauseigene Onlineseite der Zeitung zu führen? Kann man über Twitter Leser gewinnen und die Visits der eigenen Verlags-Webseite steigern?
Wie sind Eure Erfahrungen?
Karsten Schäfer
